Früher hat Alex unter anderem Kunstausstellungen kuratiert – ein kreativer Job, der aber auch Schattenseiten hat: „In dem Bereich, in dem ich unterwegs war, gibt es sehr viel Konkurrenz und starke Hierarchien. Das stimmte einfach nicht mit meinen persönlichen Werten überein.“
Eine berufliche Umorientierung sollte her und so erinnerte sich Alex an einen Beitrag über Flipped Job Market, der Jahre zuvor im Deutschlandfunk gelaufen war. Nach einem Tagesworkshop fiel die Entscheidung den 14-tägigen Kurs mitzumachen.
Ein Gruppencoaching mit 12 anderen Menschen, die sich alle zum ersten Mal begegneten – Alex hatte das Gefühl, dass sich alle darauf einlassen: „Wir sind uns in einer sehr positiven Atmosphäre begegnet und haben auf Augenhöhe miteinander gearbeitet. In der Gruppe haben sich viele Synergien ergeben, die in einem Einzelcoaching so nie möglich gewesen wären.“
Im Laufe des Workshops kam die Erkenntnis, dass es gar nicht zu Alex passt sich auf nur eine Nische zu fokussieren. „Es war total schön zuzulassen, dass ich sehr breit interessiert bin.“ Nach zwei intensiven Wochen hielten alle Teilnehmenden des FJM-Kurses in ihren Händen eine Sonne mit wichtigen Fähigkeiten, Kompetenzen und Eigenschaften, die sie persönlich ausmachen. Auch die Orte, Menschen und Interessensthemen, die sie suchen, waren aufgelistet.
Wie es weiterging? Alex kam mit Ergotherapie in Kontakt und da wurde schnell klar, dass das Berufsfeld mit seiner breiten Ausrichtung genau das richtige sein könnte. Einige Praktika später entschied sich Alex eine Ergotherapie-Ausbildung zu beginnen. Nach Jahren geistiger Arbeit genießt Alex es sich auf einen vielseitigen Beruf mit Menschen vorzubereiten, der viele Alltags- und Kreativaufgaben mit sich bringt – „für mich eine absolut neue Art zu lernen“.
Flipped Job Market hat Alex‘ Blick auf den Arbeitsmarkt grundlegend verändert: „Das Coaching in der Gruppe hat mir klar gemacht, dass ich mich im Arbeitsmarkt nicht anbiedern muss. Das gibt mir ein Gefühl von Empowerment.“