Anna Stachow wollte gerade ihr Coachingangebot starten, als die Coronapandemie ihre Pläne durchkreuzte. Sich vor Ort zu treffen, war plötzlich nicht mehr möglich. “Da dachte ich mir: Mist, ich muss mein Angebot viel klarer formulieren”, erinnert sie sich zurück. So kam die Berlinerin zu Flipped Job Market.
Was Anna sofort berührte, waren die Gelingensgeschichten: “Das hat mein Bewusstsein dafür geschärft, wie sehr diese kleinen Dinge, die man im Alltag tut, so viel ausdrücken”. Über das, was man gerne tut, was man gut kann – Aspekte, die andere oft besser sehen, als man selbst. Dieser Gedanke kleine Momente des Gelingens im Alltag zu erkennen, begleitet sie bis heute. “Gerade an grauen Wintertagen in Berlin, wenn ich etwas Sonniges brauche”, sagt Anna lachend.
Doch sie hat noch etwas Grundlegenderes von Flipped Job Market mitgenommen. Wenn sie vor beruflichen Entscheidungen steht, fragt sie sich nicht mehr, was sind meine Stärken, was sind meine Schwächen, sondern: Wo ist mein Gerne? Wo fühlt es sich so an, als wenn es einfach gut fließen kann? Dieser Ansatz hat Annas Blick auf ihr eigenes Tun grundlegend verändert.
Die Veränderung kam nicht über Nacht. Sie hat Zeit gebraucht, in Anna gearbeitet. Allmählich wurde ihr immer deutlicher, wie sich ihr „gerne-Raum“ anfühlt. Anna kann ihn genau beschreiben: „Sonnig. Es ist Freude da. Etwas Helles – Raum, um mich zu bewegen.” Sie spricht von einem Ort spielerischer Freude, der zugleich Gewicht hat. Anna begleitet Menschen in Lebenskrisen und bei Neuanfängen, wo oftmals Chaos herrscht. Um ihnen Stabilität geben zu können, braucht sie selbst innere Klarheit. Sich jederzeit mit ihrem gerne-Ort verbinden zu können, gibt ihr Orientierung und das Gefühl wirksam sein zu können.