Geschichten aus dem Flipperium

Susanne Hecht

Es fühlt sich an wie eine Abenteuerreise und ich freue mich tierisch auf alles, was noch kommt.

Nach der Schule wollte Susanne Hecht eigentlich Regie studieren. Doch von der Filmhochschule hieß es, sie sei dafür zu jung. Also machte sie sich mit einer Agentur für Kompars:innen selbstständig; später kam noch eine zweite für Schauspieler:innen dazu. Die Jahre vergingen, das Kreative ging ihr immer mehr verloren. Die Berlinerin wechselte in die Erwachsenenbildung und arbeitete dort in unterschiedlichen Funktionen. Irgendwann war klar: Eine berufliche Veränderung muss her – nur in welche Richtung?

Allein der Gedanke sich Stellenanzeigen anschauen zu müssen, war ihr ein Graus: „Das las sich für mich wie eine Liste von Erwartungen und nahm mir jegliche Lust auf etwas Neues.“ Wie der Zufall es wollte, stolperte Susanne über ein Interview mit Cathy Narriman und war vom Flipped Job Market-Ansatz sofort fasziniert. Sie bestellte sich „Das Gerne-Prinzip“, meldete sich für einen Tagesworkshop und später für den 14-tägigen Kurs an.

Die Fülle an Methoden, die sie im Kurs kennenlernte, begeisterte sie. Endlich konnte die Berlinerin ihre Kreativität ausleben. Am meisten schätzte Susanne die biografische Arbeit, „wie ein Tiefseetaucher am Grund zu buddeln, um uralte Zusammenhänge wie einen Schatz zu bergen. Das hat ganz viel in mir aufgebrochen.“ Da erkannte sie, sie will kreativ sein und selbständig arbeiten, ihre eigenen Projekte machen. Die Gespräche, die sie zum Ende des Kurses führte, zeigten ihr, welche Resonanz der Austausch mit Künstler:innen in ihr auslöste.

Der Kurs endete und Susanne ging mit vielen Fundstücken nach Hause – noch ohne zu wissen, wie daraus eine berufliche Zukunft entstehen könntet. Als sie eines Tages eine Papierkunstmesse besuchte, fielen die Teile auf einmal an ihren Platz: „Ich habe mir das angeschaut und danach erstmal eine halbe Stunde lang geweint.“ Susanne erkannte, dass Papierkunst genau das ist, was sie machen will – und sie wusste bis dahin gar nicht, dass es das gibt.

Schritt für Schritt fand sie ihren Weg. Susanne experimentierte mit Papier, erstellte Installationen für Räume und bot Workshops zum Mitmachen an. So entstand die Idee zu Papierodie – unter diesem Namen entwickelt sie Papierkunst für Unternehmen, Räume und Veranstaltungen: „Aus Papier etwas zu machen, was Sichtbarkeit erzeugt, eine Geschichte erzählt, finde ich einen großen Reiz.“

2026 machte sich Susanne mit Hilfe eines Existenzgründerzuschusses selbständig. Sie bewarb sich für den Businessplan-Wettbewerb Berlin Brandenburg und schaffte es bis ins Finale. Wo sie früher die Sicherheit einer Anstellung suchte, schätzt sie heute die Ergebnisoffenheit und Gestaltungsfreiheit ihres eigenen Tuns. Sie richtet ihre Arbeit danach aus, was sie wirklich gerne macht. „Ich erlebe das als Befreiungsschlag, der mich ungeheuer beflügelt und mir Kräfte schenkt, von denen ich noch gar nichts wusste“, sagt sie. Ihre Selbständigkeit ist noch jung und fühlt sich längst nicht fertig an: „Es fühlt sich an wie eine Abenteuerreise und ich freue mich tierisch auf alles, was noch kommt.“

Menschen kommen zu uns, weil sie auf der Suche nach langfristigen Veränderungen in ihrem beruflichen Wirken sind.
In der Reihe “Geschichten aus dem Flipperium” teilen unsere Teilnehmer:innen ihre Erfahrungen aus dem Kurs und erzählen von den teils überraschenden, oft aufregenden, und vor allem positiven Auswirkungen auf ihr Leben.

Macht dich das neugierig? Wünscht du dir auch Veränderung in deiner beruflichen Laufbahn oder bist du vielleicht gerade an einer Weggabelung angekommen und fragst dich, wohin die Reise wohl gehen soll?

Dann findest du hier noch mehr Informationen zum Kurs und unserer Haltung, zu unserer Methode und zu den kommenden Terminen.

Flipped Job Market