In unserer Veranstaltungsreihe “Eine Arbeitswelt, wie sie uns gefällt?” zusammen mit  BSPW,  *tbd, Now.New.Next, und Wigwam eG:

geht es in unserer nächsten Station um das Thema

Das haben wir uns verdient – Vom Wert der Arbeit

Ist der Fachkräftemangel in Wirklichkeit eine Gehaltsfrage? Gibt es zu wenig Pflegekräfte, Handwerker*innen und Ärzt*innen? Oder werden einfach nicht genügend Leute eingestellt beziehungsweise bezahlt, um Arbeit zu erledigen? Wenn wir über Arbeit reden, meinen wir in der Regel Erwerbsarbeit. Und Erwerbsarbeit ist nichts anderes als ein Tausch von Arbeitsleistung gegen Geld. Natürlich gibt es auch geldwerte Leistungen, aber Erwerbsarbeit dient als allererstes dem Lebensunterhalt.

Ob man nun auch besonders glücklich oder wahnsinnig reich werden kann durch Arbeit, steht auf anderen Blättern. Und man muss es sich leisten können.

In dieser Veranstaltung möchten wir das Thema Gehaltsverhandlungen, Verdienst und den Wert der Arbeit unter die Lupe nehmen: Wer verdient wieviel und warum? Woher kommt das Geld und wer verteilt es? Geht es um Gerechtigkeitsstrukturen innerhalb einer Institution? Oder geht es um die Verteilung von Vermögen und Geld insgesamt? Können wir als Mitarbeiter*innen und auch Arbeitgeber*innen überhaupt was beeinflussen?

Wir freuen uns sehr über die Zusage unserer Impulsgeberin Laura Rauschnick: Sie ist die Leiterin des Projektes “Was verdient die Frau?” des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Gemeinsam schauen wir über den Rand unserer Bubble hinaus: Was haben frühere Arbeitskämpfe und Gewerkschaften mit dem Thema Geld heute noch zu tun? Wir verhandeln sich Leute, wenn sie einen Job beginnen? Wonach richten sich Arbeitgeber*innen und Personaler*innen, wenn sie neue Stellen ausschreiben und budgetieren? Warum gibt es den Gender Pay Gap und wie verhält sich zum Beispiel das Bundesarbeitsministerium dazu?

Und – wie immer in dieser Veranstaltungsreihe – werden wir es nicht bei der Theorie belassen und freuen uns auf gemeinsames Ausprobieren: wie wir alle lernen können, über Geld zu reden und einen Verdienst verhandeln zu können.

Über unsere Veranstaltungsreihe “Eine Arbeitswelt, wie sie uns gefällt?”

Unter Schlagworten wie New Work, Arbeit 4.0, Jobs mit Sinn oder Holacracy soll das Verständnis von Arbeit und Leben neu besetzt werden. Es geht um Digitalisierung und Agilität, Selbst- und Mitbestimmung, Flexibilität, Nachhaltigkeit und faire Löhne oder auch um sinnhafte Arbeit und neue Wege zum passenden Job.

Organisationen wollen mithalten und attraktive Arbeitgeber sein. Wir wollen mit Begeisterung zur Arbeit gehen können und möchten einen Sinn in dem erkennen, was wir tun. So weit, so verständlich: Wer möchte schon ein starres Unternehmen sein oder vor Stress schlecht gelaunt werden, auf einen Burnout zusteuern und ein Leben auf einer Karriereleiter fristen?

Gleichzeitig beobachten wir, dass das Work-Life-Balance-Mantra auch Druck ausübt: Jetzt sollen wir erfolgreich sein, unsere Arbeitswelt gestalten und dabei für die eigene Gesundheit sorgen, Yoga machen, meditieren, joggen, Familie und Freundschaften nicht vernachlässigen, keinen Termin verpassen, aber auch digital detox nicht vergessen…

Mit unserer Veranstaltungsreihe “Eine Arbeitswelt, wie sie uns gefällt?” greifen wir diese Themen, Fragen und Ambivalenzen seit 2016 gemeinsam und in loser Reihenfolge auf und verbinden sie immer mit praktischem Ausprobieren: Wo beginnt Selbstwirksamkeit und wo endet sie in Fremdbestimmung? Wo engagieren wir uns für Nachhaltigkeit und wo dienen wir der Wachstumsgesellschaft? Wo beginnt Freiheit, und wo die Prekarisierung? Wo fängt der Traum vom sinnvollen Arbeiten an, wo die schlaflose Nacht wegen der nächsten Mietrechnung? Und wie können wir uns kollektiv organisieren, um Antworten auf diese Fragen zu finden?

Veranstalterinnen dieser Reihe sind:

BSPW, *tbd,  Now.New.Next, Wigwam eG und Flipped Job Market

 

Kosten

kostenfrei

Für alle bepreisten Kurse gilt die Preisspanne des Vertrauens

Termin

Mittwoch 7. September 2022
12:30 - 14:00

Ort
online

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